Direct Trade

Die Welt besser machen zu wollen ist ein hoher Anspruch – es sich an die Fahnen heften zu wollen eine große Verantwortung. Wir wollen ehrlich damit umgehen und legen unser Handeln offen. Wir versuchen viel, scheitern immer wieder – aber manchmal gelingt es uns, und das macht uns glücklich. Allein dies ist Anspruch für die Zukunft.

Was bedeutet nun Direct Trade für uns: Rein technisch gesehen ist es der Bezug von Kaffeebohnen direkt vom Erzeuger oder einem seiner Vertreter (z. B. Familienmitglied, lokaler Agent oder Vertreter). Sobald mehr als eine Zwischenstation involviert ist, definieren wir es nicht mehr als direkt gehandelt.

Indem wir die Arbeit anderer wertschätzen und auch entsprechend entlohnen agieren wir auf Augenhöhe und können dadurch auch die Qualität der Arbeit und somit der Bohnen beeinflussen. Durch den Bezug der Bohnen direkt von den Kaffeebauern in der jeweiligen Region unterstützen wir nicht nur deren Familien sondern ganze Regionen. Natürlich nicht wir allein. Aber wir werben bei jeder Gelegenheit für diese Form des Handels. Für uns hat der direkte Bezug aber auch noch eine andere Bedeutung: Den Kaffeebauern zu kennen ist für uns eine große Motiviation, den Kaffee perfekt, also sorgsam und langsam, zu rösten. Damit so viel ehrliche Arbeit zu einem außergewöhnlichen Kaffee wird.

Wir hoffen, diese Leidenschaft aller – von uns, von den Kaffeebauern, von Ihnen daheim, vom Barista im Lokal – schmeckt man!

Viel Freude damit!

Status Quo: 20 % des Sortiments Direct Trade (Maruicio: El Salvador, Gary: Hawaii, Sonderfall Tunki: Peru, hier zahlen wir für einen Partner in Deutschland eine Gebühr, dafür bezahlt dieser unsere Partner in Peru zu einem bestimmten Preis und wickelt für uns Logistik und Import ab, daher ist er per Definition zwar nicht direkt gehandelt, jedoch mit den selben positiven Effekten für die Kaffeebauern vor Ort)

Nächster Schritt: im April 2017 bringen wir den lang erwarteten Signature Espresso von unserer Röstmeisterin ins Regal, dieser ist ebenfalls direkt gehandelt.

Unser Ziel 2017/2018: 50 % des gesamten Sortiments Direct Trade.

Das restliche Sortiment stammt von spezialisierten, kleinen Grünkaffeeagenturen – weit weit weg von Industriekaffee!!!!

Die Weihnachtsedition

Ich war nervös. Ich stand mit schwitzenden Händen am Flughafen und wartete auf meine Herzdame. Es war unser erster gemeinsamer Urlaub. Ob das eine gute Idee war, ihr eine Reise zu mir nach El Salvador zu schenken? Weniger lag es am Reiseziel, eher an dem Umstand, dass wir das erste Mal gemeinsam Urlaub machten. Man kennt es ja vom Hören und Sagen: das erste Mal zusammen wegzufahren ist die erste wirkliche Bewährungsprobe einer jeden Beziehung.
“Aber wieso nervös sein?” dachte ich mir, “schließlich haben wir uns lange Zeit nicht mehr gesehen und Strand sowie Abenteuer im Dschungel tut jeden gut.”
Da war sie nun, noch bezaubernder als in meiner Erinnerung, sie strahlte mich an, wir fielen uns in die Arme und schenkten uns gegenseitig Küsse.
“Es ist eine Premiere für mich, erstmals Weihnachten nicht zu Hause”, dachte ich mir, während wir in Richtung Hotel fuhren.
Apropos Hotel, das war mein Weihnachtsgeschenk, eine Überraschung meiner Liebsten. Ich wusste aber noch nicht, was mich erwarten würde – ein Bungalow am Strand oder doch ein Baumhaus mitten im Dschungel? “Ich traue meinem Engel viel zu”, dachte ich.
Ich versuchte alles, um die Details zu erfahren, aber selbst die besten Tricks bewirkten nichts bei ihr, sie gab keine Information preis.

 

Erwartungsvoll blickte ich aus dem Fenster, als wir in eine Hauseinfahrt einfuhren. “Das gibt es doch nicht”, dachte ich und ich begann über den paradoxen Umstand und aus Freude zu lachen. Als ich meinen Fuß aus dem Auto setzte, erkannte ich erst, wie groß sie war, die Kaffeeplantage, auf der wir die nächsten Tage verbringen sollten.
Sie kam zu mir, gab mir einen sanften Kuss und sagte mit zittriger Stimme, “ich dachte mir, ich muss dich bei deiner Mission, der Suche nach der perfekten Bohne unterstützen, gefällt es dir ? Ja?”
Ich schmunzelte und küsste sie zustimmend.
Am nächsten Tag, dem Weihnachtsmorgen, durften wir glücklicherweise bei einer Röstung teilnehmen. Es war nicht nur für sie, sondern auch für mich ein spannender Prozess, denn dieses traditionelle Handwerk ist entscheidend für den Geschmack und gibt jedem Kaffee sein eigenes Röstprofil, das diesem wiederum seinen individuellen Charakter gibt.
Anschließend gab es eine Verkostung. Ich war begeistert, nicht nur über den Umstand, Weihnachten vereint mit meiner Liebsten auf einer Plantage feiern zu können, sonder auch über den Zufall eines der besten Aromen zu verkosten, die ich im Laufe meiner Mission verkostet hatte.
In diesem Moment dachte ich mir:

“Manchmal ist man dem Glück näher als man denkt!”

 

Ich war zuversichtlich – schließlich war das eine der Sorten, nach denen ich suchte.
Nun musste ich dem Kaffee noch einen Namen geben. Ich hatte Schwierigkeiten mit der Namensfindung. Dann fiel mir der auf der Hand liegende Name ein – “Engerl”, der Kosename meiner Herzdame.
Das war das schönste Weihnachtsfest, das ich soweit erleben durfte.

Pumpkin Spice Latte

An kalten Tagen wünscht man sich nichts lieber als einen wärmenden Kaffee.
Passend zum Bild und zur Jahreszeit stellen wir euch das amerikanische Kult Getränk – Pumpkin Spice Latte vor.

Was ihr dazu benötig:

GEWÜRZMISCHUNG:
4 EL Zimtpulver
4 TL Muskatpulver
4 TL Ingwerpulver
2 TL Nelkenpulver

PUMPKIN SPICE LATTE:
30 g Zucker (ca. 3 EL = relativ süß)
100 g Feines Kürbispüree
500 ml Milch
300ml Tunki

 

ZUBEREITUNG:

  1. Zuerst nehmen wir für die Gewürzmischung eine Schüssel und vermengen die Zutaten.
  2. Nun geben wir die Gewürzmischung gemeinsam mit dem Kürbispüree in einen Topf.
  3. Anschließend geben wir Milch und Zucker dazu und beginnen zu rühren.
  4. ca. 8 Minuten köcheln lassen, dabei wird mehrmals umgerührt.
  5. Jetzt vermischen wir den köstlichen “Tunki” mit der Milch.
  6. Optional kann noch Milchschaum mit Zimt hinzugefügt werden.

Genießt es!

 

Im Tiefschlaf versunken

Dankbar für die gemachten Erfahrungen und atemberaubend schönen Momente, die uns diese Reise ermöglichte, saß ich glücklich im Flugzeug in Richtung Heimat und merkte, wie meine Augen immer schwerer wurden und ich schlagartig, aber sehr zufrieden einschlief. Ich fing an zu träumen…

Da war ich nun. „Endlich in Chiapas, Mexiko“, dachte ich mir, auf der Terrasse meines Hotelzimmers stehend und das atemberaubende Grün der Wälder betrachtend. „ Ich brauche einen Kaffee“, bildete ich mir ein, da ich einen leichten Hauch von Müdigkeit verspürte. Ich spazierte die Straßen entlang und setzte mich in ein kleines Cafe. Beim näheren Betrachten des Hauptplatzes mit seinen Prunkbauten war ich erfreut, denn diesen Ausblick hatte ich dem Zufall zu verdanken. Schließlich war ich bloß auf der Durchreise, mein eigentliches Ziel war das weiter südlich gelegene Guatemala. Ich war nämlich auf einer speziellen Mission. Einer Mission mit dem Auftrag, die perfekte Kaffeebohne ausfindig zu machen und auf schnellstem Wege nach Wien zu bringen. In Gedanken vertieft, versuchte ich den Fokus auf mein Vorhaben zu richten, als plötzlich etwas mein Bein streichelte. Es war zu diesem Zeitpunkt unangenehm, es drohte mich von meinen Gedanken abzubringen. „Konzentriere dich!“,  sagte ich immer wieder zu mir selbst. Doch die Neugierde, gepaart mit Unsicherheit, denn ich wusste nicht, was sich an meinem Bein befand, brachte mich aus dem Konzept und dazu, meinen Blick zu senken.

 

Maria, bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben zusammen mit ihrem Kater Fernando.

Ein Kater also! Irgendwie niedlich. Ich ließ mich auf den Schmuseversuch des kleinen Vierbeiners ein und widmete ihm meine gesamte Aufmerksamkeit. „Süß“, dachte ich mir, doch um mich nicht zu sehr mit dem Kater  aufzuhalten, zahlte ich und machte mich auf den Weg zurück ins Hotel. Ich war schließlich auf einer Mission und wollte dieser nachgehen. Auf dem Weg versank ich wieder in die  Gedanken an  Guatemala und die dort ansässigen Kaffeebauern. „Moment!“, dachte ich erschrocken und blickte mich um. Ich kam mir verfolgt vor. Seltsam, da war nichts. „Das gibt es doch nicht“, dachte ich mir und schritt weiter. Wieder!  „Was ist das?“, fragte ich mich und beschleunigte meine Schritte, ich war sichtlich verunsichert. Das Hotel war in Sichtweite, ich beruhigte mich und trat ein. In Sicherheit und in meinem Zimmer angekommen blickte ich auf meine Terrasse. „Das gibt es doch nicht! Wie kann das sein?“ fragte ich mich. Der Kater, der soeben noch mein Bein im Kaffeehaus streichelte,  saß auf meiner Terrasse und blickte mich an. In diesem Moment freute ich mich über den kleinen Begleiter und ließ ihn ins Zimmer herein. Er wich mir nicht von der Seite, also erbarmte ich mich und gewährte ihm für eine Nacht Obdach.

Am nächsten Morgen, bei meinem Weg zur Bäckerei, bemerkte ich es, es hing an einem Baum. „Unglaublich“, dachte ich mir, ich musste zweimal hinsehen, um zu realisieren, was es war. Da hing tatsächlich eine Verlustanzeige mit der Aufschrift: „Suche verzweifelt meinen Kater Fernando“. Perplex wählte ich die auf der Anzeige stehende  Telefonnummer und verkündete die frohe Botschaft. Nur wenige Minuten später stand sie da, eine leicht aufgelöste,  aber dennoch strahlende junge Dame stand vor meiner Türe.  Beim Öffnen fiel sie mir dankbar um den Hals. Im Gegenzug übergab ich ihr ihren Kater Fernando.

 

Für alle die Schoko, Nuss und feine Säure lieben – sind die Bohnen „Maria“ die Richtigen.

Das Mädchen,  Maria, lud mich zum Zeichen ihrer Dankbarkeit auf einen Kaffee ein. Wir unterhielten uns prächtig. Maria erzählte mir von ihrer Leidenschaft,  dem Schreiben,  und  ihrer beruflichen Tätigkeit als Romanautorin. Ich hingegen erzählte ihr von meiner Mission, der Suche nach der perfekten Kaffeebohne und mein Vorhaben, auf schnellstem Wege nach Guatemala zu gelangen. Als sie das hörte, brach sie in fröhliches Gelächter aus und erwiderte, dass ihr Antrieb beim Schreiben Kaffee wäre, dass sie sich seit Jahren mit Kaffee auseinandersetzte und mir wärmstens eine Empfehlung weitergeben wollte. Folglich bestellte sie einen besonderen Kaffee, ihren Lieblingskaffee für mich. Dieser hörte sich mysteriös an und stand bestimmt nicht auf der Karte. Sie sagte, es sei der in geringen Mengen und nachhaltig angebaute Kaffee des Kaffeehausinhabers. Bereits beim Ansetzen der Tasse verspürte ich es. Es war der Kaffee, den ich mir vorstellte! Der Kaffee, den ich in Guatemala zu finden gehofft hatte, aber in diesem Moment gefunden hatte. Glücklich über diesen glücklichen Umstand dachte ich mir:

„Manchmal ist man seinem Glück näher, als man denkt.“

Ich tauschte mit dem Kaffeehausinhaber die Kontaktadressen aus, denn das war eindeutig eine der Kaffeebohnen, nach welchen ich gesucht hatte und  die ich nach Wien mitnehmen wollte. Wohlgelaunt verabschiedete ich mich von Maria, packte mir als Proviant und zur Erinnerung an diese wunderbare Begegnung  mehrere Bohnen ein und machte mich auf den Weg, meine Mission fortzuführen.

 

 

Noah befindet sich aktuell in Chiapas, Mexiko.

Suche nach der perfekten Bohne

Nach dem dritten Gin Tonic war es uns klar, mein langjähriger Freund und Geschäftspartner Sascha und ich machen unsere Leidenschaft zum Beruf, wir wagen den Sprung ins kalte Wasser und gründen Röstraum. Eine Rösterei, die es sich zur Aufgabe macht, sich auf die Suche nach den perfekten Kaffeebohnen zu begeben, um unseren Kunden die Arten und Geschmacksvielfalt der weltweit feinsten Kaffeesorten zu ermöglichen. Wie es zu diesem Entschluss gekommen ist, möchte ich Euch hier erzählen:

Sommer 2014, wir befinden uns im Landeanflug auf San Jose, der Hauptstadt Costa Ricas.

Sascha und ich träumten immer schon von Costa Rica, von der dort vorzufindenden Vielfalt an Pflanzen und Tieren – speziell natürlich aber von den wunderbaren Kaffeeplantagen mit ihren außergewöhnlichen Kaffeebohnen. Nun ergab sich die Gelegenheit. Kurz nach der Eröffnung unseres neuen Kaffeehauses im 6. Wiener Gemeindebezirk machten wir uns auf die Reise.
Der Grund ? Wir strebten nach Einzigartigem, wir wollten nicht, so wie die hier ansässigen Konkurrenten, den immer selben Kaffee – nur anders benannt beziehungsweise anders verpackt – anbieten. Nein, wir wollten den allerbesten Kaffee der Stadt und ihren Bewohnern zugänglich machen. Dass wir schlussendlich auch Kaffee selbst rösten werden, konnten wir damals noch nicht ahnen.

Nach einem sich ewig anfühlenden Flug waren wir nun endlich in einem authentischen und sehr bodenständigen Appartement eingecheckt. Wir fühlten uns wohl. Dazu trug die Besitzerin maßgeblich bei. Sie war gastfreundlich und machte einen sehr vertrauensvollen Eindruck. Wir wollten keine Zeit verlieren, daher bat ich sie, uns zu helfen, die Route zu den hier ansässigen Kaffeebauern festzulegen.

Dankbar verabschiedeten wir uns und machten uns auf dem Weg.

Es waren beeindruckende Erfahrungen, dutzende Kaffeebauern zeigten uns die verschiedenste Kaffeesorten, Röstungen und Verarbeitungsprozesse. Es gab eine reichhaltige Auswahl an Geschmacksrichtungen. Doch so groß auch die Auswahl war, so schwer fiel es uns, uns festzulegen. Wir suchten sowohl Bohnen, die wir als Single anbieten wollten als auch Kaffeebohnen für eine unvergleichliche Blend. Selbst nach einer Woche voller unterschiedlicher Kaffees, Geschmäcker und Qualitäten konnte keine Kaffeesorte zu 100% überzeugen.

 

Ein Einblick in den Verarbeitungsprozess der Kaffeebohnen.

 

Als unsere Gastgeberin unsere Unzufriedenheit erkannte, lud sie uns am vorletzten Tag zu Kaffee und Kuchen auf ihre Terrasse. Wir unterhielten uns gut. Bevor wir uns verabschiedeten, sie musste ihren Sohn vom Fußballtraining abholen, tranken wir noch einen Espresso.

Das war er! Ganz ohne Zweifel. Das war der Geschmack, den ich suchte. Sascha stimmte mit mir überein.

Das war das Aroma, das wir uns vorstellten. Die Bohne, nach der wir die ganzen Tage vergebens gesucht hatten. Auf meine Frage, woher sie diesen fantastischen Kaffee bezog, meinte sie, es sei der ihres Schwiegervaters, der diesen seit Generationen in kleinen Mengen biologisch anbaute und auch selbst röstete.

Wir waren begeistert und zugleich verblüfft, welchen Streich uns das Schicksal spielte. Den letzten Tag verbrachten wir in der Plantage des Schwiegervaters und waren beeindruckt von der Geschichte der Familie und von der Leidenschaft, mit der diese Tag für Tag die schwere Arbeit in der Natur meisterte. Nach der tagelangen Suche waren wir fündig geworden. Wir sahen bei dieser Familie den kompletten Ablauf – vom Setzen der Pflanzen über das Ernten bis zum Rösten und Genuss in der Tasse. Wir waren begeistert. Abends als wir an der Bar neben unserem Appartement saßen meinte Sascha:

„Manchmal ist man dem Glück eben näher als man denkt.“

– Wie recht er damit hatte.

Dankbar für die gemachten Erfahrungen und atemberaubend schönen Momente, die uns diese Reise ermöglichte, saß ich glücklich im Flugzeug in Richtung Heimat und merkte wie meine Augen immer schwerer wurden und ich schlagartig, aber sehr zufrieden einschlief.

 

Die Protagonisten dieser Geschichte – Christoph und Sascha.

SO ERKENNST DU ARABICAS UND ROBUSTAS

Wer sich Kaffees im Supermarktregal schon mal genauer angesehen hat, dem wird es aufgefallen sein: Viele davon sind Mischungen aus Arabica– und Robustabohnen. Den Robustas wurde lange Zeit nachgesagt, für mindere Qualität zu stehen – das stimmt oft, aber nicht immer. Mittlerweile können auch diese Bohnen Spaß machen – und für manche Blends sind sie sogar unverzichtbar!

Espressomischungen haben zum Beispiel machmal einen Robusta-Anteil. Das hat – vorausgesetzt das Mischverhältnis passt – positive Auswirkungen auf den Geschmack, verleiht dem Kaffee mehr Körper und sorgt für eine feine, stabile Crema.

Wie sich Arabicas und Robstus geschmacklich und in anderen Aspekten unterscheiden, haben wir hier erklärt.

Wie erkennst du sie aber in der Kaffeepackung? Nun, rein optisch gibt es diese drei Anhaltspunkte:

CENTER CUT

Der „Center Cut“ bezeichnet den Riss, der sich durch die Kaffeebohne zieht. Bei Arabica-Bohnen ist er geschwungen, bei Robusta-Bohnen deutlich gerader. Das ist der verlässlichste Anhaltspunkt, um die beiden Kaffeearten voneinander zu unterscheiden.

BOHNENGRÖSSE

Nicht ganz so aussagekräftig wie der Center Cut ist die Größe der Bohnen. Robustas sind im Vergleich zu Arabicas kleiner. Allerdings gibt es auch Arabica-Varietäten, die in dieser Beziehung Robustas ähneln. Die Bohnen für unseren JOHO’s Brasilien zum Beispiel sind 100% Arabica, aber verhältnismäßig klein und damit auf den ersten Blick leicht zu verwechseln. Spätestens beim Verkosten fällt ein Irrtum aber sicher auf.

BOHNENFORM

Auch an der Form der Bohnen kann man zumindest theoretisch erkennen, um welche Kaffeeart es sich handelt: Arabicas sind eher länglich, Robustas dagegen rundlich. In der Praxis ist der Unterschied aber nicht immer eindeutig!

Aber ehrlicherweise ist es auch für Profis oft schwierig, den Unterschied zu erkennen.

INDUSTRIEKAFFEE

Gerade Industriekaffees verwenden oft Robustas. Diese sind meist deutlich günstiger und schwindeln durch eine starke Crema oft über die fehlenden Aromen hinweg. Wichtig erscheint uns, dass man gerade in Industriekaffees viele Bohnen mit Defekten und sogar Schädlingsbefall finden kann. Dazu werden wir auch einmal einen Blogbeitrag schreiben.

Bis dahin liebe Grüße aus dem Röstraum!

Artikel zum Thema Direct Trade Coffee

Anbei ein feiner und kritischer Artikel zum Thema Direct Trade. Hier werden die Vorteile und Gefahren beschrieben, was ist hilfreich, was ist Hype. Für uns waren dieser und viele andere Argumente Motivation, eigene “Standards” zu setzen – ohne hier jedoch wissenschaftliche Parameter aufzustellen, sondern einfach Geschmackssinn und gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Denn Emotionen lassen sich nicht standardisieren.

Artikel von Liz Clayton